GEZ-Gebühren: Warum nicht einfach pauschal über Steuer abziehen?

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Die Rundfunkgebühr ermöglicht ein vielfältiges und qualitativ hochwertiges Angebot der öffentlich-rechtlichen Sender und verhindert ´amerikanische´ Zustände.


Da es durch die Digitalisierung heute keinen Unterschied mehr macht, ob man Radio über Internet oder mit einem herkömmlichen UKW-Empfänger hört, sind  praktisch alle Bürger verpflichtet, eine Rundfunkgebühr zu entrichten.

Fernsehen gehört sogar soweit zum Alltag, dass allen Sozialhilfeempfängern die GEZ-Gebühr für einen Fernseher gezahlt wird. Ich frage mich zwar, ob es den Menschen (und ihren Kindern) bei der sinnvollen und gesünderen Gestaltung ihres tristen Erwerbslosen-Alltages nicht mehr helfen würde, wenn sie  keine Glotze hätten, aber das ist ein anderes Thema.

So weit also und so gut. Aber warum müssen wir Radios, Computer und Fernseher zählen (Regelung aus dem Nachkriegsdeutschland also der Zeit der Volksempfänger)?
Wieso geht es nicht nach Anzahl Erwerbstätiger? Können nicht einfach von jedem Brutto monatlich 15 Euro abgezogen werden? So erwischt man alle, spart sich die Spione der GEZ und deren Fahrzeuge und auch deren gesamte Portogebühren (außer vielleicht dem Schreiben, dass die Gebühr erhöht wird) und am Ende gäbe es sogar mehr Geld, weil z.B. auch ich, die ich gar keinen Fernseher habe, gern die 10 Euro mehr zahlen würde, wenn mich die GEZ dafür nur einfach in Ruhe lassen würde.

Comments

  • non e' un commento perché e' troppo faticos leggere tutto questo in tedesco...ho messo un commento in una foto! devi cercarla! baci!! fra un po', potro invitare anche io! Laura

  • Yvonne - Now in English, so that we have real muiltiligual blog :-)

    Is it true that households without a TV set, but with a computer, must still pay the GEZ-Gebühr?

    I like the idea of paying €10 just so they will leave you alone...if only I could do that with the finanzamt. Our my kids.

  • Hi Yvonne, ein durchaus interessantes Thema.
    Ich muss aber sagen, ich bin nicht einverstanden: ich habe kein Fernsehen und ich muss NICHT zahlen. Wieso auch? Sie bieten eine Dienstleistung die mich ueberhaupt nicht interessiert.
    Ausserdem, wie Du sagst, es ist nicht gerade so Gesund, vor allem fuer Kinder, aber nicht nur, laenger als 2 Stunden am Tag vor dem Fernsehen zu bleiben.

    Also, kein Fernseher im Steuer bitte. Es ist nicht mit Verkehrsverbindungen (MVV) oder Krankenhaeuser, fuer die ich gerne mehr Steuer zahlen wuerde.
    Und dass sie uns in Ruhe lassen, ist unser Recht, nicht etwas wofuer wir zahlen sollten. Solange bis sie es nicht kapieren, sollten wir einfach noch mehr Leuten dazu bringen, ihren Fernseher aufzugeben.

  • Sara, ich bin ganz Deiner Meinung. Mit pauschalisieren kommen wir sicher nicht weiter. Und Brod, ja es stimmt. Ein Computer, mit dem Du via Internet Radio hören kannst oder auch PDA oder Mobiltelefon mit UMTS- oder Internetanbindung, gilt auch als Rundfunkgerät. Dafür müsstest Du Gebühren bezahlen, wenn Du nicht bereits einen Fernseher und ein Radio angemeldet hast. Zahlst Du bereits Gebühren für Fernseher und Radio gelten alle weiteren Geräte als nicht mehr anmeldepflichtig. ... ich habe gerade ein nettes Schreiben von der GEZ bekommen in dem das alles steht ... In meiner alten Wohnung hatte ich auch keinen Fernseher, bewusst nicht. Aber ich hatte ein Radio und dafür habe ich auch gerne Gebühren bezahlt. Sender wie DeutschlandRadio Kultur sind intelligent gemacht, sehr informativ und bieten für jeden Geschmack und Altersgruppe etwas. Leider "nur" auf Deutsch. ;) Es gibt wohl etliche Menschen, die keine GEZ-Gebühren zahlen aber wie die Weltmeister fernsehen oder Radio hören. Das ist ignorant und ich hoffe, dass diese Ignoranz nicht dazu führt, dass sich Programme wie ARTE oder 3SAT irgendwann nicht mehr ohne Werbung tragen können. Das wäre tragisch. Einen monatlicher Abzug von meinem Gehalt – und seien es nur 10 Euro - halte ich dennoch für nicht sinnvoll. Ich bin ein mündiger Mensch und ich übernehme Verantwortung für mein Handeln. Das erwarte ich übrigens auch von meinen Mitmenschen. Mir stellt sich die Frage, ob die privaten Sender nicht teilweise in die Pflicht genommen werden sollten, den Konsumenten Schmerzensgeld zu zahlen für den Mist, der tagtäglich über den Bildschirm flimmert und aus dem Radio uns entgegenkreischt. Manchmal kann man sich davor einfach nicht schützen ....

  • Jetzt muss ich doch nochmal ran: wenn Du aber ein häusliches Arbeitszimmer absetzt und dort einen internetfähigen Computer hast, musst Du dann doch noch einmal für Radio und Fernsehen zahlen, weil nämlich auch das via Internet geht. Wer am Arbeitsplatz ein Radio stehen hat, muss nochmal die Radiogebühr zahlen. Ich z.B. müsste theoretisch als Firma mit 4 internetfähigen Computern 4 Radio-Fernsehgeräte à 17 Euro anmelden. Obwohl wir einfach arbeiten und nie Radio hören oder gar fernsehen während der Arbeit und obwohl wir während wir arbeiten, die Radio- und Fernsehgeräte daheim nicht nutzen, für die wir eh schon GEZ zahlen. Anders: ein Mensch kann 24 Stunden am Tag daheim Radio hören und zahlt dafür 6 Euro pro Monat. Es ist schreiend ungerecht, dass einer, der dann arbeiten geht und in seiner Mittagspause dann vielleicht Radio hört, dann doppelt so viel zahlen soll, obwohl er doch eigentlich viel weniger hört. Hotels müssen für jedes Radio- und Fernsehgerät in den Zimmern zahlen, obwohl die Menschen, die gerade im Urlaub sind, ja theoretischer Weise auch GEZ-Gebühren zahlen (oder gar nicht an deutschen Sendungen interessiert sind, weil sie eine andere Sprache sprechen) und ihre Geräte in dieser Zeit aber nicht nutzen. 1 Mensch, 1 Gehirn, 1 paar Ohren = 1x zahlen. Die öffentlich-rechtlichen gehören, wie zig andere Dinge auch, die wir z.T. gar nicht nutzen, zu unserer staatlichen Infrastruktur, weil sie vielleicht jemand Anderes nutzt oder braucht (Brod: unsere Steuern sind zu einem Großteil Geld, was wir bezahlen, damit wir uns um zig Dinge nicht kümmern müssen). Dass die Gebühren so hoch sind, liegt nicht an D-Radio, Arte und 3-Sat, sondern daran, dass so viele Menschen eben nicht zahlen. Und daran, dass wir die GEZ und ihre Millionen von Briefen mit Nachfragen, ob wir jetzt nicht doch einen Fernseher haben (in drei Jahren waren das immerhin 12 Briefe, jedes Quartal einer), ihre Spione, die Stichproben machen, ihre Spionradarhightechortungswagen inkl. Personal usw. mitbezahlen. Vielleicht zahlen wir aber auch den ganzen GEZ-Apparat von unseren Steuern und nur die gazahlten GEZ-Gebühren gehen an die öffentlich-rechtlichen, keine Ahnung. Würde vielleicht aber erklären, warum die GEZ gar kein Interesse hat, ein System zur ökonomisch sinnvollen Eintreibung der Gebühren zu ersinnen. Wenn dem so wäre, dann wäre es aber noch absurder, weil wir dann nämlich doppelt zahlen. Gäbe es keine GEZ, sorry, dass ich mich wiederhole, könnten einfach 0,x% unserer Steuern an die Öffentlich-Rechtlichen verteilt werden (mit den statistischen Erhebungen, welcher Sender wie viel zu bekommen hat, sind eh schon wieder Heerscharen von Menschen beschäftigt). Damit wären wir dann zwar gleich wieder ein paar Tausend Arbeitslose mehr, aber so ist das System zur Berechnung völlig veraltet und typisch deutsch-übergerecht, überdesignt und am Ende nicht wirklich gerecht. Es gibt ganz sicher einen einfacheren und effizienteren Weg! Zu einem ähnlichen Thema habe ich gerade in einer Sitzung mit dem Jugendamt sprechen dürfen: 1 Beamter ist für 1000 Kindergartenkinder zuständig: für die jährliche Berechnung des Kitabeitrages, die entsprechenden Briefe und Nachhakbriefe dazu, das Geld eintreiben, bei Steuerrückzahlungen nochmal das Ganze für das Jahr, weil dann - ganz gerecht - nachberechnet wird. Bei jeder Stundenänderung wird neu gerechnet, Briefe ins Land geschickt, bei jedem Job eines Elternteils für ein paar Monate außerhalb von Berlin, bei jeder Trennung und bei jedem neu Zusammenkommen von Familien usw.. Rechnet man Gebäude, Heizung, Computer, Software, Hardwar und Büroausstattung, Reinigung der Gebäude ecc. dieser irrwitzigen Verwaltungsarbeit mit rein, wäre man dem Ziel höchstwahrscheinlich gar nicht so fern, die Kinderbetreuung bis 6 Jahren genauso gratis zu machen, wie die Schule. Hierzu gibt es übrigens auch noch zu sagen, dass anscheinend die millionenteure Software in Berliner Ämtern derartig instabil ist, das manchmal einfach mal ein, zwei Tage gar nicht per Computer gearbeitet werden kann.